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RSS lebt – warum der alte Standard gerade zurückkommt

Kein Algorithmus, keine Werbung, keine Anmeldung. RSS-Feeds liefern Nachrichten so, wie man sie abonniert hat. Eine kleine Gebrauchsanleitung.

Von Redaktion · · 1 Min. Lesezeit

RSS ist über zwanzig Jahre alt und gilt vielen als vergessen. Dabei ist es die einfachste Art, Nachrichten aus vielen Quellen an einem Ort zu lesen, ohne dass ein Konzern entscheidet, was man sieht.

Was ein Feed ist

Ein RSS-Feed ist eine kleine XML-Datei auf einer Website, meist unter einer Adresse wie /feed.xml. Sie enthält die neuesten Beiträge mit Titel, Datum, Kurzfassung und Link. Ein Feedreader lädt diese Datei regelmäßig und zeigt neue Einträge an.

Das ist alles. Keine Anmeldung, keine Freigabe, keine Empfehlungen.

Warum das gerade wieder wichtig wird

Soziale Netzwerke sortieren Inhalte nach dem, was Aufmerksamkeit bindet, nicht nach dem, was man abonniert hat. Wer einer Quelle folgt, sieht nur einen Bruchteil ihrer Beiträge. RSS kehrt das um: Der Leser bestimmt, was in seiner Liste landet, und sieht alles davon, chronologisch.

Dazu kommt: Feeds funktionieren mit jedem Reader, auf jedem Gerät, und lassen sich als Datei exportieren, wenn man das Programm wechselt.

So fängt man an

  1. Reader auswählen. Es gibt Web-Dienste, Desktop-Programme und Apps; viele sind kostenlos und quelloffen.
  2. Feed-Adresse finden. Oft steht sie im Fußbereich der Website. Viele Reader finden sie auch selbst, wenn man nur die Seitenadresse eingibt.
  3. Abonnieren und gelegentlich ausmisten.

Und Atom?

Atom ist ein zweites, etwas jüngeres Feed-Format mit demselben Zweck. Alle gängigen Reader verstehen beide. Für Leser spielt der Unterschied keine Rolle.

Der Feed dieser Seite: /feed.xml.

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